13.03.2007 | Wie es vor 1000 Jahren aussah...

Eine audio-visuelle Präsentation wird mit Saisonbeginn die Besucher in Kloster Göllingen erwarten. Im Auftrag der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten wurde diese aufgrund der neuesten Grabungsergebnisse durch die Firma MonuMedia (Benenrt GmbH) mit Mitteln aus dem EU-Förderprogramm LEADER+ erarbeitet. Aktuelle Links: http://www.monumedia.de/justorange.cms/13_Aktuelles/auswahl/13_0-070223094505/neuseite/0.html  und  http://www.monumedia.de/justorange.cms/13_Aktuelles/auswahl/13_0-071018103423/neuseite/0.html

Eine Sammlung von Spolien und Exponaten vervollständigt die Schau in den Räumen des Apsisbereiches der ehemaligen Klosterkirche. (Gesellschaft der Freunde der Kosterruine St. Wigbert e.V.)


13.03.2007 | Weitere Grabungen 2007

Auch im Jahre 2007 werden weitere Grabungen, die vornehmlich und nach Möglichkeit vorläufig abschließend den Bereich der ehemaligen Klosterkirche umfassen werden, mit Landesmitteln unter Anleitung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Weimar durchgeführt. Bereits im April 2007 sollen die Arbeiten beginnen.

17.10.2006 | St.-Günther-Tag 2006 - Festlicher Jubiläumsabschluss

Festakt zum offiziellen Abschluss des Jubiläumsjahres 1000 Jahre Kloster Göllingen

GÖLLINGEN. Sonntag, 8.Oktober 2006

1005 oder 1006? Damals übereignete Günther von Käfernburg dem Kloster Göllingen eine Reihe von Gütern. Das Jubiläum "1000 Jahre Kloster Göllingen" wurde mit Blick auf das Datum der Urkunde ein ganzes Jahr lang gefeiert. "Es war ein gelungenes Fest mit geistlichen und kulturellen Veranstaltungen", meinte gestern Landrat Peter Hengstermann (CDU) wäjrend eines Festaktes zum offiziellen Abschluss des Jubiläumsjahres. Der heutige St.-Gunther-Tag bildet dazu einen würdigen Rahmen. Zahlreiche Vertreter von Kirche, Politik und Gesellschaft waren zum Klosterturm gekommen. Auch Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hatte sich angesagt. Er kam mit einer Stunde Verspätung - und mit Gattin. Gern vernahm der Klosterturmverein seine Worte, die Vorhaben auf dem Weg zu einem Sommerkloster zu unterstützen.  Den musikalischen Rahmen des Festaktes gestalteten die Sondershäuser Madrigalisten und erhielten dafür viel Beifall. Monsignore Karlheinz Frühmorgen von der Ackermann-Gemeinde hielt die Festrede. Den päpstlichen Hausprälaten aus Würzburg zieht es immer wieder gerne nach Göllingen. "Dieses Denkmal ist riesige Klasse und wertvoll", meinte er im Gespräch mit dieser Zeitung (TA). "Und Göllingen reiht sich ein in die Günther-Orte und ist auch durch die internationalen Jugendbegegnungen völkerverbindend." Am Abend gab es in der Kirche nebenan einen ökumenischen Gottesdienst.


17.10.2006 | Jubiläumsjahr "1000 JAHRE KLOSTER GÖLLINGEN" mit Festakt beendet

Raum der Freiheit

Jubiläumsjahr "1000 Jahre Kloster Göllingen" beendet

Gemeinsam singen und beten:
Evangelische und katholische Christen trafen sich am Abend des 8. Oktober in der
evangelischen St. Michaelskirche in Göllingen zu einem gemeinsamen Gottesdienst.
Foto: Holger Jakobi Göllingen - Ein Jahr stand der Klosterturm der ehemaligen Benediktinerabtei St. Wigbert in Göllingen bei Bad Frankenhausen im Mittelpunkt eines Jubiläumsjahres. Am vergangenen Sonntag gingen die Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen zu Ende.

Pfarrer Günther Albrecht aus Sondershausen gestaltete zusammen mit der evangelischen Pastorin Steffi Wiegleb aus Bendeleben den ökumenischen Gottesdienst zum Abschluss des Jubiläumsjahres "1000 Jahre Kloster Göllingen". In seiner Predigt wies er darauf hin, dass die katholischen Gemeinden das Jubiläum bewusst in den Mittelpunkt der Pastoral stellten. Göllingen und sein Klosterturm wurden damit zu einem Treffpunkt und zu einem Ort zahlreicher Aktivitäten. So gab es unter anderem den Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof em. Hans-Reinhard Koch, drei Benediktinische Tage und monatliche Vespern. Jetzt, so der Sondershäuser Pfarrer, müsse innegehalten und gemeinsam überlegt werden, wie es mit dem Klosterturm und seiner gewachsenen Bedeutung für die Christen der Region weitergehen kann.

Überlegt werde beispielsweise die Einrichtung eines so genannten Sommerklosters, bei dem Benediktiner aus der Abtei Münsterschwarzach eine Zeit lang in Göllingen leben, beten und arbeiten. Zudem könnten sie für die Menschen in Thüringen gute Ansprechpartner sein. Zuversichtlich zeigte sich auch Landrat Peter Hengstermann. In seinen Worten zur Eröffnung dankte er besonders Günther F. Chmielus, dem Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der Klosterruine St. Wigbert in Göllingen. Der Landrat sagte: "Klösterliches Leben erreicht und beeindruckt uns noch heute." Und mit der Sorge um den Klosterturm sei schließlich die Chance verbunden, neu zu den Wurzeln der Region und des geistigen Lebens zu finden.

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus erinnerte in seinen Worten an die wechselvolle Geschichte des Landstrichs. "Viel Elend und viel Leid sind über diese Region hinweggezogen", betonte der Ministerpräsident. Neben aller Hochkultur müsse gesehen werden, dass das Böse existiert, dass sich die Menschen dem Bösen immer wieder stellen müssen. Althaus macht aber Mut: Es komme darauf an, Räume für die Menschen zu schaffen in denen Freiheit möglich ist. Göllingen sei ein solcher Ort, an dem Menschen Ruhe und Besinnung finden, ein Ort, an dem sie auf ihr Leben schauen können.

Im Mittelpunkt des Tages stand auch die Person des heiligen Gunther von Käfernburg / Schwarzburg, der heute als heiliger Gunther von Thüringen verehrt wird. In seiner Festansprache hob Monsignore Karlheinz Frühmorgen aus Würzburg, der zusammen mit einer Gruppe der Ackermann-Gemeinde nach Göllingen gekommen war, die Person Gunthers hervor. Gunther, auch Günther genannt, genoss in seiner Jugend die Fülle der Macht, das Rittersein. Doch spürte er immer eine gewisse Leere, die ihn schließlich über die Reichsabtei Hersfeld, die Gründung des Klosters St. Wigbert, nach Niederaltaich führte, wo Gunther Benediktiner wurde. Schließlich zog er sich im Alter in den Böhmerwald zurück, um als Einsiedler fern der Welt zu leben, was ihm allerdings nicht gelang. Gunther wurde zum Ratgeber der Leute, zum Vermittler zwischen Böhmen und Bayern und konnte manchen Zwist schlichten. Diese Brückenbauerfunktion, so Monsignore Frühmorgen, habe Gunther im geistlichen Sinne bis heute. Seine flächendeckende Popularität verbinde inzwischen Regionen Thüringens mit Tschechien und mit Bayern und umgekehrt.

Wegeisend in die Zukunft war sicherlich das Wort, das Pastorin Steffi Wiegleb zum Abschluss des Gottesdienstes allen Teilnehmern mitgab. Es war der aktuelle Wochenspruch der evangelischen Kirche und er lautet: "Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat (1. Johannes 5,4c)."

[Quelle: "Tag des Herrn"  Ausg. 41/2006]


16.07.2006 | T A G U N G

Entdeckung bei Tagung zu 1000 Jahre Kloster Göllingen und Ausgrabungen durch Jugend-Workcamp

1000 Jahre Kloster Göllingen. Das Jubiläum wird dieses Jahr mit vielen Veranstaltungen begangen. ZumBeispiel mit benediktinischem Tag, Konzerten, natürlich Führungen, Kloster-Vesper, Tagung des Arbeitskreises Käfemburg-Schwarzburg, Theateraufführung, Klosterfest und internationalen Jugendbegegnungen.

GÖLLINGEN (igl).
Besonderer Höhepunkt war die Tagung „Der heilige Eremit Gunther und 1000 Jahre Kloster Göllingen“. Dazu waren Fachleute aus mehreren Teilen Deutschlands nach Göllingen gekommen. Eingeladen hatten der Verein Gesellschaft der Freunde der Klosterruine Sankt Wigbert und die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Uber das Reichskloster Hersfeld und die Anfänge der Propstei Göllingen sprach Dr. Mathias Kälble von der Universität Jena, Jan Hrdina vom Archiv der Stadt Prag nahm sich des Kultes und der Hagiographie (Lebensbeschreibung eines Heiligen) Gunthers des Eremiten in Böhmen an, während Prof. Dr. Jan Royt von der Universität Prag zur Ikonographie Gunthers in Böhmen sprach. Der Baugeschichte der Klosterkirche Göllingen widmeten sich Dr. Rainer Müller und Sandy Raabe vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege. Spannendes wusste Dr. Helge Wittmann aus Kapellendorf über die Hersfelder Propstei Göllingen im Hochmittelalter zu erzählen, während Thomas T. Müller vom Mühlhäuser Museum Einblicke in den Aufstieg und Fall des Crafft von Weiffenbach gab.

Günther F. Chmielus, Vorsitzender des Vereins Gesellschaft der Freunde der Klosterruine Sankt Wigbert, war begeistert. „Eine hervorragende Veranstaltung, dank auch der Unterstützung durch das Land und den Kreis. Es muss uns nun gelingen, diese Fülle an Informationen und manch neuer Entdeckungen in ein Buch zu fassen“, betonte er im TA-Gespräch. „Das wäre das umfangreichste Buch mit den aktuellsten Ergebnissen der Forschung, das es je über Göllingen gab“, ergänzte Thomas T. Müller. Das habe es seit den Aufzeichnungen des Frankenhäusers Johann Friedrich Müldener 1766 über Göllingen nicht gegeben, abgesehen von kleineren Publikationen. Laufe mit der Finanzierung alles glatt, könnte man bereits 2007 die Tagung quasi in den Händen halten, liebäugelte Thomas T. Müller. Während die Fachleute im Saal des Dorfgemeinschaftshauses diskutierten — und gern die Möglichkeit nutzten, durch die Fenster Richtung Klosterturm zu schauen — halfen die Teilnehmer eines internationalen ökumenischen Jugend-Workcamps bei den Vorbereitungen für die Kaffeetafel sowie das abendliche Konzert. Das Camp gibt es seit über zehn Jahren, diesmal kamen zwölf 17- bis 21-Jährige aus Rumänien, Lettland, Polen, Tschechien, Slowakei und Deutschland. Die jungen Leute halfen unter anderem beim Aufbau der Ausstellung im Turm „Herold und Hirsauer Gefäße“ von Timm Kregel aus Gorsleben, zudem beteiligten sie sich an Ausgrabungen im Bereich der Apsis der Klosterkirche. Und sie machten große Entdeckungen, wie Camp-Leiter Georg Löhr gegenüber dieser Zeitung stolz verkündete: Hinter der Apsis wurde ein Steingrab entdeckt, in der Apsis zwei Pfeiler, Die Funde, natürlich älter als 1000 Jahre, werden sich nun die Wissenschaftler genau ansehen. Und vielleicht mit Uberraschungen aufwarten.

Am späten Nachmittag trafen sich Tagungsteilnehmer, Vereinsmitglieder, Interessierte und Einheimische an der Kaffeetafel vor dem Klosterturm. Die Veranstaltung lieferte genug Gesprächsstoff. Nicht nur, was die Geschichte betrifft, sondern auch den möglichen Blick in die nahe Zukunft, den Studenten der Weimarer Bauhaus-Uni wagten. Der vordere Bereich der Apsis könnte geöffnet und — wie gegenüber — mit einem Holztor versehen werden. Schotter am Boden zeigt die Grundrisse der einstigen Kirche. Die Baulücke rechts neben dem Turm zum Gebäude könnte geschlossen werden, um Räume für Veranstaltungen, ein Cafe sowie für Ferienwohnungen zu schaffen. Durch die Tagung ist Göllingens Bedeutung gewachsen.


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